Der erste Instinkt beim Scannen ist, sich Zeit zu nehmen und es richtig zu machen: Flachbettscanner, Deckel zu, eine Seite nach der anderen. Für manche Dokumente stimmt das, für die meisten ist es zu viel Aufwand. Hier erfährst du, wie du das unterscheidest, ohne aus jedem Scan ein Projekt zu machen.

Ein Flachbettscanner liefert die beste Qualität

Im direkten Vergleich gewinnt der Flachbettscanner. Das Blatt liegt flach auf dem Glas, unter gleichmäßigem, kontrolliertem Licht, ohne dass irgendetwas es einzieht oder greift und dabei schief zieht oder einen Rand abschneidet. Ein Einzug oder eine Handykamera bringen beide etwas mit, das ein Flachbettscanner nicht hat: Papier, das durch Rollen läuft und sich dabei leicht verkanten kann, oder Licht aus der Hand, das von Aufnahme zu Aufnahme schwankt. Wenn bei einem Dokument wirklich jedes Detail lesbar sein muss, ist der Flachbettscanner das richtige Werkzeug.

Das meiste, was du scannst, braucht das nicht

Ein Flachbettscanner ist auch die langsamste Option, eine Seite nach der anderen, Deckel auf und zu für jedes Blatt. Die Post einer ganzen Woche so durchzuscannen ist der sicherste Weg, irgendwann gar nicht mehr zu scannen. Für den Alltag lohnt sich, was den Stapel schnell digitalisiert:

Lieferscheine, normale Post, die meisten Quittungen: nichts davon braucht Archivqualität, es muss nur durchsuchbar und lesbar sein. Wenn du nur den Flachbettscanner als akzeptabel gelten lässt, scannst du am Ende einfach weniger.

Heb dir den Flachbettscanner für den Ernstfall auf

Ein schneller, etwas gröberer Scan ist als Standardweg aus demselben Grund unbedenklich, aus dem es auch in Ordnung ist, das Papier danach aufzuheben: Das Original liegt noch in der Kiste. Stellt sich später heraus, dass ein Dokument wichtiger ist als gedacht, oder ist ein Scan schlechter lesbar als gewünscht, holst du das Original heraus und scannst es dann sauber auf dem Flachbettscanner. So triffst du die Entscheidung über die Scanqualität nur einmal, für genau das eine Dokument, das es wirklich braucht, statt vorab und unter Zeitdruck für jedes Blatt im Stapel.

Doppelseitige Scans aus einem einfachen Scanner herausholen

Auch wenn dein Scanner oder Einzug nur eine Seite auf einmal kann, bekommst du trotzdem ein doppelseitiges Ergebnis, ohne Seite für Seite zu scannen. Scanne zuerst alle Vorderseiten, der Reihe nach. Wende dann den ganzen Stapel als ein Block, nicht Blatt für Blatt, und scanne alle Rückseiten ans Ende derselben Datei. Das Ergebnis ist eine PDF mit allen Vorderseiten in Reihenfolge, gefolgt von allen Rückseiten, aber in umgekehrter Reihenfolge, weil das Wenden des Stapels als Block ihre Reihenfolge umdreht.

Diese Datei liegt noch nicht in Leserichtung vor, aber du musst sie nicht von Hand sortieren. PaperStacks kostenloser Duplex-Scan-Sortierer nimmt genau diese Datei und bringt sie wieder in die Reihenfolge Vorderseite, Rückseite, Vorderseite, Rückseite, direkt in deinem Browser. Er erkennt auch den häufigen Fall, dass das letzte Blatt einseitig war und seine "Rückseite" nur eine leere Seite ist, und bietet an, sie vor dem Download zu entfernen.

Kurz zusammengefasst

Nimm den Flachbettscanner, wenn ein Dokument wirklich die beste Qualität braucht, die du hinbekommst. Nimm für alles andere, was am schnellsten geht, einen Einzug oder dein Handy. Und falls sich ein gröberer Scan doch mal als nicht gut genug herausstellt, ist genau dafür die Kiste da.